- JLR erweitert seine Lackieranlagen, um die steigende Kundennachfrage nach individueller Gestaltung für alle seine Marken zu erfüllen
- Die Lackiereranlagen von JLR in Castle Bromwich und Nitra werden im Rahmen der laufenden Bemühungen um eine Verringerung des Energie‑ und Wasserverbrauchs in den Produktionsstätten nachhaltig umgestaltet, um die Netto‑Null‑Emissionsziele zu erreichen
- Eine der Hauptprioritäten der Reimagine‑Strategie von JLR ist die Reduzierung der Umweltauswirkungen der kohlenstoffintensiven Fertigungsprozesse in der Automobilindustrie
- Durch die 28,5 Millionen Euro teure Erweiterung in Nitra werden 120 neue Arbeitsplätze geschaffen und eine neue elektrische Universal‑Lackieranlage installiert.
- Die Universal‑Lackieranlage ermöglicht eine unbegrenzte Farbpalette und stellt einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu den von JLR angestrebten vollständig elektrifizierten Lackieranlagen dar
- Castle Bromwich wird für 49 Millionen Euro zum neuen Standort für SVO‑Lackieranlagen umgebaut. Die bestehenden Lackierkabinen werden ersetzt, um umfangreiche Energie‑ und Wassereinsparungen zu erzielen
Kronberg, 27. Januar 2025 – JLR investiert 77 Millionen Euro in den nachhaltigen Ausbau seiner Speziallackieranlagen, um der wachsenden Nachfrage nach personalisierten Luxusfahrzeugen zu entsprechen und die Umweltauswirkungen seiner kohlenstoffintensiven Fertigungsprozesse zu verringern.
Die Nachfrage nach personalisierten Farboptionen, bei denen die Kunden aus Hunderten von Lackierungen und unzähligen Farbpaletten ihre maßgeschneiderten Modelle Range Rover und Range Rover Sport wählen können, hat sich seit dem Geschäftsjahr 2022 mehr als verdoppelt. Auch die Nachfrage nach den exklusivsten Range Rover SV‑Modellen wie z.B. der im Range Rover House Hamburg präsentierte Range Rover Riviera, hat sich in diesem Geschäftsjahr verdoppelt.
Mit der Eröffnung neuer Lackieranlagen in Castle Bromwich (West Midlands, Großbritannien) und Nitra (Slowakei) wird JLR seine Kapazitäten für maßgeschneiderte Lackierungen und eine gehobene Farbpalette mehr als verdoppeln. Durch diesen Schritt werden über 17.000 zusätzliche Kundenaufträge pro Jahr abgewickelt und die exklusivsten Lackfarben erstmals auch für die anderen Marken des Unternehmens verfügbar gemacht.
Im Rahmen einer 49‑Millionen‑Euro‑Investition in neue SVO‑Anlagen in Castle Bromwich im Vereinigten Königreich werden 31 Millionen Euro in den Ersatz bestehender Lackierkabinen durch neue, hocheffiziente und hochmoderne Applikationskabinen investiert. Diese werden bereits im Laufe des Jahres 2025 installiert.
In den neuen Lackierkabinen kommen die neuesten energieeffizienten Technologien und Filtertechniken zum Einsatz, um den Energie‑ und Wasserverbrauch zu senken. Außerdem werden vollautomatische Lackierroboter eingesetzt, die den Lackabfall im Vergleich zu manuellen Lackierverfahren um 30 % reduzieren. Dadurch verringern sie zudem die Umweltbelastung und erzielen dank beispielloser Konsistenz und Präzision eine höhere Qualität der Lackierung.
Durch die Erweiterung wird die Kapazität erhöht, um der wachsenden Nachfrage von Kunden zu entsprechen, die sich für den SV Bespoke‑Lackierungsservice entscheiden. So können Kunden, die einen Range Rover SV kaufen, jede beliebige Wunsch‑Farbe wählen. Damit wird eine ultimative Personalisierung erreicht, zum Beispiel durch die Abstimmung eines Fahrzeugs auf die persönlichen Farbwelten der Kunden.
In Nitra in der Slowakei, wo der Defender und der Discovery hergestellt werden, wird in diesem Jahr mit dem Bau einer neuen, 12 Millionen Euro teuren Universal‑Lackieranlage begonnen. Diese wird durch eine neue, vollelektrische Lackierkabine und neue elektrische Aushärteöfen ergänzt. Die Investition in elektrische Öfen wird rund 500 Tonnen CO2‑Emissionen pro Jahr vermeiden. Sie ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer längerfristigen Umstellung von Gas auf kohlenstoffärmere und erneuerbare Energiequellen für die Energieversorgung der Anlagen.
Die hochmoderne Universal‑Lackieranlage wird die erste ihrer Art in der Slowakei und für JLR sein. Sie bietet unbegrenzte Farbvariationen und ermöglicht im Werk zum ersten Mal eine vollständige Lackierung nach Maß und eine erweiterte Angebotspalette, um die steigende Nachfrage nach Fahrzeugpersonalisierung zu bedienen. Durch den Umzug werden 120 neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen. Die ersten Fahrzeuge sollen 2026 vom Band laufen.
Außerdem wurde ein neues Smart‑Ofen‑Steuerungssystem installiert, das zur Optimierung des bestehenden Betriebs beiträgt und sich automatisch abschaltet, wenn es eine Inaktivität feststellt. Darüber hinaus wird ein neuer Wärmetauscher installiert, der die Wärme aus den Abgasen der Lackiererei zurückgewinnt und in die Heiz‑ und Kühlwasserproduktion einspeist. Dadurch wird die Systemeffizienz verbessert und jährlich werden rund 2.250 Tonnen CO2‑Emissionen eingespart, was dem Verbrauch von 2.200 Barrel Öl entspricht. Durch den Wärmetauscher spart JLR außerdem rund 900.000 Euro pro Jahr.
JLR verzeichnet eine deutliche Zunahme der Kunden, die ihre Fahrzeuge individuell gestalten möchten. Daher bereiten wir uns vor, unsere Anlagen zu erweitern und Tausende von Lackieroptionen für unsere Marken anzubieten ‑ und das so nachhaltig und effizient wie möglich. Lackieranlagen sind sehr energieintensiv und machen rund 80 Prozent unserer betrieblichen Emissionen aus. Aufgrund unserer langen Geschichte haben wir Anlagen mit unterschiedlichen Herausforderungen. Einige sind neu, andere sehr alt. Wir müssen also optimieren, wo wir können, und gleichzeitig langfristig investieren, damit wir in zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren dort sind, wo wir sein müssen, um unser Ziel der Netto‑Null‑Emissionen zu erreichen.
Andrea Debbane
Chief Sustainability Officer von JLR
Bei SVO geht es darum, unseren Kunden unvergleichliche Leistung, Luxus und Individualisierungs‑Möglichkeiten zu bieten. Dazu gehören auch die exklusivsten und hochwertigsten Farbausführungen, die es gibt. Range Rover‑Kunden entscheiden sich zunehmend dafür, ihre Fahrzeuge mit exklusiveren Bespoke‑ und gehobenen Palettenlacken auszustatten. Durch die Erweiterung unserer Kapazitäten können wir die wachsende Nachfrage unserer Range Rover‑Kunden befriedigen und diesen Service erstmals auch auf Kunden unserer anderen Marken ausweiten.
Jamal Hameedi
Direktor von SVO
Aufgrund der komplexen und energieintensiven Erhitzungs‑ und Aushärtungsprozesse, die notwendig sind, um die höchsten Qualitäts‑ und Haltbarkeitsstandards zu erreichen, sind Lackierereien der größte Verursacher von Emissionen in der Automobilproduktion. Sie machen weltweit 80 % der betrieblichen Emissionen aus.